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Objektfotografie

Szene: vor der Jahrtausendwende. Ort: Köln. Irgendjemand kommt auf die Schnapsidee, die Diskretion des Immobilienangebots einfach aufzuheben. Wenigstens auf der visuellen Ebene. Wie wäre es, wenn wir unsere Angebote einfach mit Bildern versehen - und das Ganze ins Internet stellen. Die Folge ist lautes Protestgeschrei. Zuweilen sogar: Auftragsentzug. Wir sehen aber, dass ein Amerikaner das gleiche tut. Es folgt ein Kanadier, ein Brite, ein... Es ist offensichtlich höchste Eisenbahn.

Für e-rent wird das Ganze zur Erfolgsstory. Ab dato stand für uns außer Frage, dass sich der Ort für Entscheidungsprozesse grundsätzlich verlagert. Ob Auswahl, Vorentscheidung oder finaler Abschuss: die Dinge werden sich auf die elektronische Ebene verschieben. Am Anfang: zunehmend. Im Weiteren: primär. Und am Ende wohl: ausschließlich.

Heute befinden wir uns wahrscheinlich irgendwo zwischen primär und ausschließlich. Zuweilen erhält die reale Welt noch ein Vetorecht. Zumeist beansprucht der erste Eindruck jedoch längst die Alleinherrschaft.

Es ist höchst fraglich, ob das Amateurfoto in diesem Szenario mittelfristig noch einen Platz hat. Es steht in einer merkwürdigen Diskrepanz zu der Aufgabe, die der digitalen Illustration zuwächst. Weit wahrscheinlicher ist, dass die Dinge einen Verlauf nehmen, der die Entwicklung verwandter Branchen wiederholt (bzw., dass sich die Verhältnisse den US-Standards angleichen).

Hauptsächliches Hindernis hierzulande dürfte dabei ein überholtes Vorurteil sein. Professionelle Immobilienfotografie steht nicht selten im Verdacht, unerschwingliche Preise aufzurufen. Sie dürfen jedoch davon ausgehen: bei PanoramaS werden Sie nicht nur moderaten Vorstellungen begegnen - die Fotografen kennen das Metier auch aus dem FF.