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12. Mietverträge

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Wir werden immer wieder gefragt, ob wir "Formblätter" für Mietverträge führen. Um es vorwegzunehmen: tun wir nicht. Formblätter verstehen wir nicht als Service, sondern als Mangel an selbigem.


Verträge bekommen Sie von uns unterschriftsreif. Auch in englischer Übersetzung. Das einzig handschriftliche sind die beiderseitigen Zeichnungen.


Das System erfasst alle rechtszulässigen Varianten - mitsamt der Spezifikationen, die sich für den Möbliertmarkt als besonders geeignet erwiesen haben.


Eine gewisse Komplexität ist hier durchaus nötig. Denn die spezielle Eignung hängt sowohl von praktischen als auch rechtlichen Gesichtspunkten ab.


Für die Möbliert-Vermietung gilt dabei generell: Verträge sollten keinen theoretischen Ballast enthalten. "Haus und Grund" mag für die Leervermietung eine ausgezeichnete Grundlage sein. In der Möbliertvermietung wirken die Formulare dennoch eher deplaziert.


Obwohl nicht wenige Vermieter auf Haus und Grund schwören, muss betont werden: die entsprechenden Formulare wurden für die klassische Leervermietung konzipiert. Über 90% aller Bestimmungen sind in der Möbliertvariante Streichtexte. Einmal so angesetzt, wird der Kontrakt überdem anlagebedürftig. Ganz einfach, weil er gerade die Bestimmungen nicht umfasst, die für die Möbliert-Vermietung wesentlich sind.


Fatal ist jedoch vor allem der psychologische Eindruck im internationalen Verkehr: der Kunde fühlt sich mit erstaunlicher Regelmässigkeit vor den Kopf gestossen. Man müsste ihm 2 Stunden Vermieterrechte vorbeten, um am Ende zu erklären, dass die entsprechenden Bestimmungen im gegebenen Fall gar nicht zutreffen.


Dies meint selbstverständlich nicht, dass Verträge nicht mit der nötigen Vollständigkeit abgefasst werden sollten. Ganz im Gegenteil. Aber theoretische oder gar irrelevante Passagen sollten aus gutem Grund vermieden werden.


Welche Vertragsform zu wählen ist, hängt vom Einzelfall ab. Generell gilt lediglich eine Zweiteilung: der Gelegenheitsanbieter fällt prinzipiell unter die Rubrik "qualifizierter Zeitmietvertrag" (bzw. eine Abbreviatur), der "professionelle" normalerweise in die offenen Gattungen (allerdings gibt es hierbei auch Ausnahmen).


Dabei ist zu betonen: der "einfache Zeitmietvertrag" wurde vom Gesetzgeber 2001 abgeschafft. Anders als ursprünglich befürchtet, hat dies zu keinen nennenswerten Veränderungen in der Praxis der Möbliertvermietung geführt. Es läuft weiter wie bisher.


Man darf schliesslich nicht vergessen: Vermieter konnten schon vor 2001 den einfachen Zeitmietvertrag kaum mehr durchsetzen. Die zeitlichen Bindungsverpflichtungen wurden vom Gros der Klientel überwiegend damals schon abgelehnt. Nicht selten wurden die entsprechenden Papiere auch relativ wahllos verwendet. Was zuweilen die ursprüngliche Vertragsabsicht ins Gegenteil verkehrte.


Doch wie gesagt: welche Vertragsform sich empfiehlt, ist im Einzelfall zu entscheiden. Zweierlei ist jedoch stets Voraussetzung : 1. der Vertrag muss rechtszulässig sein und 2. er sollte den Interessen beider Partner entsprechen.


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